Freitag 24. 8.

Kunst & Kulinarisches

Einlass: 19 Uhr
Ich hab´ noch einen Koffer in Berlin

Christina Jänichen
(Service & Gesang)

Altfrid Weber
(Küche & Klavier)

Eintritt inkl. Menü: 45,-

Vorbestellung per eMail

Wer nich arbeetet, soll wenichstens jut essen. Arbeiten sollen Sie auch nicht heute abend sondern gut essen: Genießen Sie Sprüche, Geschichten und Lieder aus und über Berlin bei einem typischen Berliner Menü, das sicher nicht nur aus Bul(l)etten bestehen wird!

Wunderschön ist’s in Paris auf der Rue Madeleine
Schön ist es im Mai in Rom durch die Stadt zu gehn’n
Oder eine Sommernacht still beim Wein in Wien.
Doch ich häng', wenn ihr auch lacht, heut’ noch an Berlin:

Refrain:
Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin
Deswegen muss ich nächstens wieder hin.
Die Seligkeiten vergang’ner Zeiten
Sind alle noch in meinem kleinen Koffer drin.

Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin
Der bleibt auch dort, und das hat seinen Sinn.
Auf diese Weise lohnt sich die Reise,
Denn wenn ich Sehnsucht hab’ dann fahr’ ich wieder hin.

2
Lunapark und Wellenbad, kleiner Bär im Zoo,
Wannseebad mit Wasserrad, Tage hell und froh.
Werder, wenn die Bäume blühn’n, Park von Sanssouci.
Kinder, schön war doch Berlin. Ich vergess’ es nie:

Refrain: Ich hab...

Berlinisch oder Berlinerisch wird im allgemeinen als eine Varianz des mitteldeutschen Berlin-Brandenburgischen gesehen, die in Berlin und im Berliner Umland gesprochen wird und auch nur in Berlin übliche (Sprich-)Worte oder dort geprägte Redewendungen enthält. Sprachwissenschaftlich handelt es sich bei dem sogenannten Dialekt um einen Metrolekt, eine städtische Sprachmischung, die nicht regionalen Ursprungs ist, sondern durch Mischung von Dialekten unterschiedlicher Herkunft entstanden ist. Tatsächlich ist das heutige Brandenburgische eine Varianz des Berliner Metrolekts. Das Berlinerische nahm durch den Zuzug vieler Bevölkerungsgruppen etliche Wörter und Redewendungen aus anderen Sprachen und Dialekten wie dem Flämischen, Französischen und dem Jiddischen auf. Das Berlinische war in der Geschichte überwiegend Sprache der einfachen Leute, die Bildungsschicht bemühte sich stets um einwandfreies Hochdeutsch. Viele Neuberliner nahmen zwar Teile des Berlinischen an, aber die ständige Verwendung wurde als „unfein“, „proletarisch“ oder „dumm“ betrachtet. In der DDR änderte sich diese Einstellung teilweise, so dass Berlinisch auch in gebildeten Kreisen teilweise gepflegt wurde. Dadurch finden sich die Zentren der verstärkten Verwendung heute vor allem in den Ostbezirken, den alten westlichen Arbeiterbezirken und dem Umland. Unverändert wird die Sprache in Berlin von Zuwandererwellen geprägt, wodurch die verwendete Umgangs­sprache unbeständig bleibt.
In einem großen Teil der heutigen Vorortbezirke Berlins wurden wie im umliegenden Brandenburg bis ins 20. Jahrhundert Dialekte des Niederdeutschen, genauer des Märkisch-Brandenburgischen, gesprochen, die allerdings im Zuge der Verstädterung der Vororte und durch die auch linguistische Ausstrahlung der Metropole Berlin heute weitgehend verdrängt und durch mitteldeutsche Dialekte bzw. einen berlinisch geprägten Regiolekt des Standarddeutschen ersetzt sind.